Mediale Konfigurationen der Erinnerungskulturen nach 1989
Sa, 30.05.2009, 09:30 - 12:30 Uhr
Nach 1989 hat ein paradigmatischer Wechsel in der kulturwissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der DDR stattgefunden. Vor der Wende befasste man sich primär mit Fragen zur Geschichte und zum politischen System bezogen auf Literatur. Nach der Vereinigung untersucht die Forschung vermehrt massenmediale Produkte wie Filme, Fernsehen und Alltagskultur. Diese Wendung zum Alltag haben auch fiktionale Werke unternommen. Ostalgie-Shows oder der Eingang von FDJ-Hemden in die popkulturelle Ikonografie sind der extreme Ausschlag dieser Bewegung. Sie sind so konzipiert, dass sie bei Menschen, die in der DDR lebten, ein Gefühl der Teilhabe an einer gemeinsamen Vergangenheit entstehen lassen können. Der einleitende Vortrag untersucht die historische Entwicklung einer kulturwissenschaftlichen Methodologie der DDR-Forschung als Metadiskurs, anschließend werden die medialen Konfigurationen anhand ausgewählter Beispiele in Politik, Literatur, Fotografie und Film beleuchtet.
Eine Veranstaltung des Instituts für kulturwissenschaftliche Deutschlandstudien (IfkuD) - Universität Bremen
Ort: Humboldt-Universität, Seminargebäude
Raum: 1.102
Mitwirkende:
Ramona K. Buchholz, Universität Bremen
Gerhard Lüdeker, Universität Bremen
Dominik Orth, Universität Bremen
Prof. Dr. Heinz-Peter Preußer, Universität Bremen
Juliane Rytz, Universität Bremen

