Schule und Pädagogik in der DDR zwischen Mauerbau und Mauerfall II: Eigenlogik vs. ideologische Zumutung
Sa, 30.05.2009, 11:00 - 12:30 Uhr
Unterricht in der DDR wurde in Verbindung mit Wissensvermittlung und -aneignung eine große Bedeutung für die Erziehung Heranwachsender zugesprochen. Die Verpflichtung der Schule, sozialistische Persönlichkeiten heranzubilden, sozialistische Schülerkollektive zu erziehen, aber auch Rücksicht auf besondere Talente und Begabungen zu nehmen, charakterisierte die an Spannungen reiche Vergangenheit der DDR-Pädagogik und förderte die Entwicklung didaktischer Konzepte heraus, die trotz des bildungspolitischen Primats der Einheitlichkeit pädagogische Differenzierung ermöglichen sollten. Der Beitrag von Andreas Pehnke geht der Frage nach, welche Rolle dabei reformpädagogische Unterrichtsauffassungen in den unterschiedlichen Rezeptionsphasen spielten. Henning Schluss stellt sodann aus einem Fundus an Filmen von über 100 Unterrichtsstunden, die an der Humboldt-Universität seit Beginn der 1970er Jahre zu Lehrerausbildungs- und Forschungszwecken aufgezeichnet wurden, charakteristische Filmdokumente vor und gibt Hintergrundinformationen über die Entstehung der Sammlung.
Eine Veranstaltung der Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung des DIPF, Berlin
Ort: Humboldt-Universität, Hauptgebäude
Raum: 3088
Mitwirkende:
Prof. Dr. Andreas Pehnke, Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald
Dr. Christian Ritzi, Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung des DIPF, Berlin (Moderation)
Dr. habil. Henning Schluss, Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg schlesische Oberlausitz

