Aufarbeitung und Erinnerung - Geschichte im Spiegel von Wissenschaft, Medien und Kunst
DDR-Autobiographie als Ort sozialistischer Identitätspolitik
Sa, 30.05.2009, 11:00 - 12:30 Uhr
Die Veranstaltung geht anhand autobiographischer Texte von Parteifunktionären, Intellektuellen und Künstlern der Frage nach, wie DDR-Autobiographen vom Kommunismus erzählen, wie sie ihr Leben in der DDR schildern, und wie sie das Phänomen DDR in ihre lebensgeschichtlichen Zusammenhänge einordnen. Volker Depkat, Amerikanist und Autor des Buches "Lebenswenden und Zeitenwenden: Deutsche Politiker und die Erfahrungen des 20. Jahrhunderts", wird einen Überblick über die Memoirenliteratur in der DDR geben, sich allgemein mit dem Wert von Autobiographie als historische Quelle beschäftigen, um dann am Beispiel konkreter Texte die Art und Weise, wie DDR-Autobiographen vom Kommunismus erzählen, herauszuarbeiten. Im Zentrum stehen die Autobiographien von Max Burghardt, Karl Laux, Max Seydewitz und Heinz Willmann, allesamt vor dem Zusammenbruch der DDR verfasst. Sie erzählen vom Kommunismus mithin nicht schon im Wissen um das Scheitern der DDR. Das ermöglicht tiefe Einblicke in die lange Zeit offene Zukunft der deutsch-deutschen Beziehungsgeschichte zwischen 1945 und 1991. Im Anschluss an den Vortrag von Volker Depkat wird Prof. Dr. Martin Sabrow, Direktor des Zentrums für Zeithistorische Forschung, die Ausführungen kommentieren, um die allgemeine Diskussion zu eröffnen.
Eine Veranstaltung des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam
Ort: Humboldt-Universität, Hauptgebäude
Raum: 3086
Mitwirkende:
Prof. Dr. Volker Depkat, Universität Regensburg
Prof. Dr. Martin Sabrow, Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam

