Aufarbeitung und Erinnerung - Geschichte im Spiegel von Wissenschaft, Medien und Kunst
Geschichtsschreibung im Ostseeraum seit 1989
So, 31.05.2009, 09:30 - 12:30 Uhr
Das Jahr 1989 und die friedlichen Revolutionen in Mittel- und Osteuropa stellen eine tiefe Zäsur für die Zeitgeschichte dar. Das Ende der kommunistischen Diktaturen in Osteuropa ermöglichte die Öffnung von bisher unzugänglichen Akten und brachte neue Forschungsansätze hervor. Von der verbesserten Aktenlage profitierten auch die Historiker in den Ländern des Ostseeraums. Neue Erkenntnisse einerseits und heftige Auseinandersetzungen andererseits waren die Folgen.
Die Debatten waren von den unterschiedlichen Rahmenbedingungen in den Ländern des Ostseeraums geprägt. Während Dänemark und die Bundesrepublik Deutschland Mitglieder der NATO waren, blieben Schweden und Finnland während des Kalten Krieges - auf je eigene Weise - neutral. Im Süden und Osten grenzten kommunistische Diktaturen, die DDR, die VR Polen und die UdSSR an die Ostsee.
Wichtige Themen in Dänemark und Schweden waren die Beziehungen zur NATO sowie die Frage nach der Haltung von Personen oder politischer Gruppen zu den Regimen in Osteuropa. Auch spielten die Beziehungen zu der DDR eine besondere Rolle. In den postkommunistischen Staaten stellte die Aufarbeitung der Vergangenheit eine schwierige politische Herausforderung dar.
Eine Veranstaltung des Centre for Cold War Studies, University of Southern Denmark
Ort: Humboldt-Universität, Seminargebäude
Raum: 1.201
Mitwirkende:
Prof. Dr. Erik Kulavig, University of Southern Denmark
Prof. Dr. Kay Lundgreen-Nielsen, University of Southern Denmark
Prof. Dr. Jens E. Olesen, Ernst-Moritz-Arndt Universität Greifswald
Prof. Dr. Michael F. Scholz, University of Gotland
Prof. Dr. Thomas Wegener Friis, University of Southern Denmark

