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Das Epochenjahr 1989

1989 als Medienrevolution? Die Rolle des Fernsehens

Fr, 29.05.2009, 18:00 - 19:30 Uhr

Die Bedeutung der Medien beim Zusammenbruch des Kommunismus 1989-91 gehört zu den wissenschaftlich eher wenig untersuchten Aspekten des Umbruchs. Dies gilt paradoxerweise, obwohl sich zeitgenössische Beobachter und Medientheoretiker darüber einig sind, dass die Dynamik der Ereignisse ohne die transnationale Bedeutung der elektronischen Medien, namentlich des Fernsehens, kaum hätte entstehen können. Weder Spitzhacken noch Panzer hätten die Mauer zum Einsturz gebracht, sondern das Fernsehen, meint etwa der französische Philosoph und Medientheoretiker Paul Virilio, und diese Einschätzung trifft sich mit der Beobachtung, dass eine klare Unterscheidung zwischen politischen Ereignissen und ihren medialen Repräsentationen im Verlauf der Krise praktisch unmöglich wurde.
Es spricht demnach alles dafür, die Medien und insbesondere das Fernsehen nicht als Beiwerk sondern als konstitutiven Faktor der friedlichen Revolution zu begreifen. Dies möchte die Veranstaltung mit einem doppelten Zugriff tun: Der ehemalige Chefredakteur des ZDF, Klaus Bresser, wird dabei die Bedeutung der Westmedien analysieren, Dr. Thomas Schuhbauer wird auf das DDR-Fernsehen eingehen.

Eine Veranstaltung des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam

Ort: Humboldt-Universität, Seminargebäude

Raum: 1.102


Mitwirkende:

Klaus Bresser, Wiesbaden/Berlin

Dr. Hans Hermann Hertle, Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam

Dr. Thomas Schuhbauer, Cinecentrum Hamburg

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