Schirmherrschaft: Bundespräsident Horst Köhler

Geteiltes Deutschland - Geteiltes Europa

Der KSZE-Prozess als Wegbereiter zur europäischen Einheit 1989/90?

Sa, 30.05.2009, 09:30 - 12:30 Uhr

Dass der KSZE-Prozess wesentlich zur Wiederherstellung der europäischen Einheit beitrug, geht allein daraus hervor, dass die Charta von Paris vom November 1991 auf jenen 15 Prinzipien basierte, auf die sich die Staats- und Regierungschefs in der KSZE-Schlussakte verständigt hatten. Dieser Prozess wird anhand einiger exemplarischer Fälle untersucht. Die diplomatisch-politischen Prozesse werden aus westeuropäischer und neutraler Perspektive untersucht, da die Forderung nach der Einhaltung von Menschenrechten und nach der Ausweitung humanitärer Kontakte auf die westlichen Staaten zurückging. Aufgrund der unterschiedlichen Ziele und Vorgehensweisen unter den westlichen Staaten werden zwei von diesen, die Bundesrepublik Deutschland und Frankreich, herausgegriffen, um einen Vergleich zu ermöglichen. Darüber hinaus wird die KSZE-Politik eines neutralen Staates untersucht, da die Gruppe der "neutralen und nicht-paktgebundenen Staaten" aufgrund ihrer Kompromissvorschläge eine wichtige Mittlerfunktion zwischen den Blöcken wahrnahm. Welche Rückwirkungen die Festlegungen der KSZE auf die Gesellschaften in Osteuropa hatten, wird anhand der DDR, Polens und der Sowjetunion diskutiert.

Eine Veranstaltung des Instituts für Zeitgeschichte München-Berlin in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte an der Universität Erlangen-Nürnberg (Prof. Dr. Helmut Altrichter) und dem Lehrstuhl für Zeitgeschichte an der Universität Paris IV (Prof. Dr. George-Henri Soutou)

Ort: Humboldt-Universität, Hauptgebäude

Raum: 3059


Mitwirkende:

Prof. Dr. Helmut Altrichter, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (Moderation und Einführung)

Gunter Dehnert, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Benjamin Gilde, Institut für Zeitgeschichte München-Berlin

Anja Hanisch, Institut für Zeitgeschichte München-Berlin

Dr. Veronika Heyde, Institut für Zeitgeschichte München-Berlin / Université Paris IV

Dr. Matthias Peter, Institut für Zeitgeschichte München-Berlin

Yiulia von Saal, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

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