Geteiltes Deutschland - Geteiltes Europa
Von der Neuen Ostpolitik zur Überwindung der Spaltung Europas
Fr, 29.05.2009, 20:00 - 21:30 Uhr
Hat die 1969 begründete sozial-liberale Koalition die EU-Osterweiterung mit vorbereitet? Oder hat der von Egon Bahr und Bundeskanzler Willy Brandt propagierte "Wandel durch Annäherung" in erster Linie dazu beigetragen, nicht bloß das SED-Regime in der DDR, sondern auch die übrigen Mitgliedsstaaten des Warschauer Pakts durch Erleichterungen im täglichen Leben und Wirtschaftskontakte zu stabilisieren? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der Sektion, die ehemalige und gegenwärtige politische Entscheidungsträger aus beiden Staaten des bis 1990 geteilten Deutschland zusammenbringt.
So kann die Bedeutung der Neuen Ostpolitik für die Überwindung der Spaltung Europas aus unterschiedlichen Perspektiven diskutiert werden. Besondere Aufmerksamkeit verdienen zudem der KSZE-Prozess und die Auseinandersetzungen über den von Bundeskanzler Helmut Schmidt beförderten NATO-Doppelbeschluss. Auch die Entspannungspolitik der Sowjetunion, die Michail Gorbatschow mit seinem Eintreten für Glasnost und Perestroika in den achtziger Jahren durchsetzte, ist näher zu beleuchten und nach ihrem Beitrag für die Gestaltung einer europäischen Friedensordnung zu befragen.
Eine Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung, Bonn
Ort: Humboldt-Universität, Hauptgebäude
Raum: 2002
Mitwirkende:
Prof. Dr. Bernd Faulenbach, Ruhr-Universität Bochum
Markus Meckel, MdB
Prof. Gert Weisskirchen, MdB

