Deutsch-deutscher Alltag in den 1980er Jahren: Wechselseitige Wahrnehmungen im ost- und westdeutschen Dokumentarfilm
So, 31.05.2009, 09:30 - 14:00 Uhr
Arbeiterleben hüben und drüben - wie sah das aus? Worin unterschieden sich, jenseits von großer Politik, die alltäglichen Lebensumstände und Tagesabläufe, die Lebensentwürfe, Familienplanungen und Kommunikationsformen vergleichbarer sozialer Gruppen in der Bundesrepublik und in der DDR? Dokumentarfilme über die jeweils andere deutsche Gesellschaft öffnen die Augen in ganz spezifischer Weise. Am Beispiel von Beobachtungen im Lohnarbeitermilieu wird der "fremde Blick" vorgeführt und nach Anregungen für die heutige Spurensuche befragt. Eingeladen wird zu einer medialen Zeitreise in die frühen achtziger Jahre des 20. Jahrhunderts, als Reporter in großer Zahl die Mauer überwanden und das benachbarte "andere Deutschland" inspizierten.
9.30 - 10.20 Uhr
Einführung (Elke Scherstjanoi)
Filmvorführungen:
"Samstags bei Pries" (Arbeiterfamilie in Darmstadt), DDR-F-1 1981, Deutsches Rundfunkarchiv
"Ein Industriearbeiter in Karl-Marx-Stadt", SR 1984, Koproduktion SR/SFB/WDR, Fernseharchiv SR
10.30 - 11.45 Uhr
Diskussionsrunde: Dokumentarfilme als Quellen für die wechselseitige Wahrnehmung sozialer Zustände (mit Evemarie Badstübner, Renate Hürtgen und Matthias Steinle, Moderation: Elke Scherstjanoi)
12.00 - 14.00 Uhr
Filmvorführungen:
"Arbeiterfamilie L. Dortmund", DDR-F-1 1978, Deutsches Rundfunkarchiv
"Familie Braun und ihre Kinder", DDR-F-1 1983, Deutsches Rundfunkarchiv
"Ein Fischer in Mecklenburg", SR 1984, Coproduktion SR/WDR/SFB, Fernseharchiv SR
"Maloche", DDR-F-1 1980, Deutsches Rundfunkarchiv
"Ein Tag vor dem Arbeitsamt", DDR-F-1 1982, Deutsches Rundfunkarchiv
Dr. Elke Scherstjanoi führt in das Thema der Veranstaltung ein.
Eine Veranstaltung des Instituts für Zeitgeschichte München-Berlin in Kooperation mit dem Deutschen Rundfunkarchiv Potsdam-Babelsberg. Mit freundlicher Unterstützung des Saarländischen Rundfunks (SR)
Ort: Deutsches Historisches Museum
Raum: Auditorium
Mitwirkende:
Dr. Evemarie Badstübner, Berlin
Dr. Renate Hürtgen, Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Dr. Elke Scherstjanoi, Institut für Zeitgeschichte München-Berlin
Dr. Matthias Steinle, Université Sorbonne Nouvelle, Paris

