Hinter der Mauer: Ganz normales Leben in der DDR
Sa, 30.05.2009, 11:00 - 12:30 Uhr
Der Dokumentarfilm "Behind the Wall: Perfectly Normal Lives in the GDR" von Prof. Mary Fulbrook wird im Rahmen des Geschichtsforums zum ersten Mal in Deutschland gezeigt. Der Film basiert zu einem großen Teil auf Interviews mit Zeitzeugen, von denen einige auch in das Visier der Staatssicherheit gerieten. Er fragt danach, ob es möglich war, ein "ganz normales Leben" in der DDR zu leben, und eruiert, wie weit man beruflich wie privat die Grenzen des SED-Regimes ausreizen konnte.
Der Film ist das Abschlussprojekt eines von britischen Wissenschaftsförderungseinrichtungen (AHRC) finanzierten Forschungsprojektes mit dem Titel "Normalisierung der Herrschaft?? In diesem Projekt wurden anhand der Analyse von Betrieben und Wirtschaft, Landwirtschaft, kultureller Massenarbeit und Generationsumbrüchen die mittleren Dekaden der DDR untersucht, um festzustellen, ob man in diesen Jahren eine strukturelle wie erlebte "Normalisierung" erkennen kann. Die Forschungsergebnisse werden in dem Dokumentarfilm auf besondere Weise zusammengefasst, da hier die Quellen und Zeitzeugen selber zu Wort kommen und den Zuschauer auffordern, sich ein eigenes Bild zu machen.
Im Anschluss an den Film findet eine Podiumsdiskussion mit Mary Fulbrook, Ina Merkel, Dorothee Wierling und Arnd Bauerkämper statt. Moderation: Hartmut Kaelble
Ort: Humboldt-Universität, Hauptgebäude
Raum: Kinosaal
Mitwirkende:
Prof. Dr. Arnd Bauerkämper, Berliner Kolleg für vergleichende Geschichte Europas
Prof. Dr. Mary Fulbrook, University College London
Prof. Dr. Hartmut Kaelble, Berlin (Moderation)
Prof. Dr. Ina Merkel, Philipps-Universität Marburg
Prof. Dr. Dorothee Wierling, Forschungsstelle für Zeitgeschichte, Hamburg

