Milan Horáček, geboren 1946 in der Tschechoslowakei, ist Gründungsmitglied der Partei Die Grünen und seit 2004 Mitglied des Europäischen Parlaments.
Nach den Ereignissen des Prager Frühlings 1968 emigrierte Horáček in die Bundesrepublik Deutschland und studierte in Frankfurt Politikwissenschaft. 1983 zog er als Abgeordneter in den Deutschen Bundestag ein.
Neben seiner parteipolitischen Arbeit engagiert sich Horáček in der exil-tschechoslowakischen Kultur und Politik. Er ist Herausgeber der Exilzeitschrift Listy.
Von 1991-2004 war er Leiter der Heinrich Böll Stiftung in Prag und ging schließlich 2004 als Abgeordneter der Grünen für Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt ins Europäische Parlament. Dort arbeitet er als unter anderem als Mitglied im Unterausschuss für Menschenrechte. In verschiedenen Delegationen setzt sich Horáček für den Beitritt der Ukraine und Kroatiens in die EU ein. Des Weiteren ist er aktives Mitglied der Tibet Intergroup und der Intergroup traditionelle und nationale Minderheiten.

